Urlaub Kuba: das tropische Urlaubsparadies, das alle Träume erfüllt


Denken wir an Kuba, dann denken wir an Sonne satt, an alte amerikanische Straßenkreuzer, die die Straßen Havannas säumen, und an ein schönes Leben ganz nach dem Vorbild Ernest Hemingways: also Strohhut auf dem Kopf, kubanische Zigarre im Mund und ein Glas Mojito in der Hand. So viel zu den Klischees. Doch der zwischen dem Golf von Mexiko, dem Karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean gelegene Inselstaat hat Touristen darüber hinaus eine ganze Menge handfeste Highlights zu bieten. Welche das sind, erfahrt ihr hier.



Schmuckkästchen Havanna


Mit über 2.100.000 Einwohnern ist die kubanische Hauptstadt nicht ganz klein, weshalb es sich empfiehlt einige Tage hier zu verbringen, um so richtig in den Alltag der Kubaner eintauchen zu können. Die Altstadt wurde in den letzten Jahren restauriert und so versprühen die nun wieder in neuem Glanz erstrahlenden Kolonialbauten ein unvergleichliches Flair. 

Beeindruckend erhebt sich das Kapitol, das auch für Besucher zugänglich ist, hoch über die angrenzenden Gebäude. Optisch ähnelt das im klassizistischen Baustil errichtete Monumentalgebäude dem Kapitol in Washington. Daneben wimmelt es in der Altstadt, die seit 1982 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, von interessanten Gebäuden und Monumenten im barocken und neoklassischen Stil.

Ein Spaziergang durch Havannas Altstadt ist ein wahres Fest für die Augen. Der Palacio de los Capitanes Generales, der ehemalige Gouverneurspalast, ist dabei genauso sehenswert wie das malerisch an der Bucht von Havanna gelegene Castillo de Los Tres Reyes del Morro, auf dessen Gelände sich auch ein markanter Leuchtturm befindet.Daneben wimmelt es in Havanna nur so von Museen.

Nicht verpassen solltet ihr das Revolutionsmuseum, das Überbleibsel der Revolutionszeit zusammenstellt. In der La Cabaña de Che Guevara wird dem Revolutionsführer Che Guevara mit der Ausstellung persönlicher Besitztümer gedacht. Kunstfreunde steuern das Museo Nacional de Bellas Artes an. Das wichtigste Kunstmuseum Kubas wurde bereits 1913 gegründet, und beherbergt rund 1.200 Kunstwerke, beginnend mit der Antike bis hin zur Gegenwart. Neben lateinamerikanischer Kunst, sind auch zahlreiche europäische Kunstwerke zu sehen, etwa von Peter Paul Rubens, Jan Steen oder William Turner.



Kuba als Taucherparadies


Was viele nicht wissen: Kuba ist ein wahrer Hotspot für Unterwasserfans. Denn rund um das kubanische Haupteiland gruppieren sich mehr als 4.000 Inseln, die es vor allem unter Wasser zu entdecken gilt. Als Taucher könnt ihr um die Insel Cayería Sur haufenweise bunte Fische entdecken. Auch Haie und Krokodile lassen sich an einem der längsten Korallenriffe der Welt, vor der Inselgruppe Jardines de la Reina, beobachten. Historisch wird es dann im archäologischen Unterwasserpark Batalla Naval de Santiago de Cuba 1898. 

Es gibt hier nicht weniger als sieben historische Tauchspots, an denen ihr das Erbe der Seeschlacht vom 3. Juli 1898 vor Santiago de Cuba nacherleben könnt. An dieser Stelle kam es zwischen den Flottenverbänden Spaniens und der USA während des Spanisch-Amerikanischen Krieges zu einem desaströsen Kampf. Die komplette spanische Flotte wurde seinerzeit an dieser Stelle versenkt. Inzwischen haben sich Unterwasserwelt und Schiffswracks zu einer verwunschenen Einheit zusammengefügt, die ihresgleichen sucht.
Kubas Inseln landseitig gesehen

Natürlich hat Kubas Inselwelt nicht nur für Unterwasserfans etwas zu bieten. Auch Landratten können viel entdecken. An der Nordküste Kubas gruppiert sich die Inselkette Jardines del Rey, also "Gärten des Königs". Hier kommen vor allem Vogelbeobachter auf ihre Kosten, die nach dem scharlachroten Roten Ibis Ausschau halten. Das 70 Zentimeter große Federvieh mit dem auffällig langen und zur Erde hin gebogenen Schnabel, der der Buddelei im Morast nach Krabben und Würmern dient, lebt hier in den tropischen Wäldern. Auch Flamingos lassen sich auf der Inselgruppe gut beobachten.

Der Legende nach wurden die Inseln von Kolumbus besucht, was allerdings nicht sicher belegt ist. Sicher ist jedoch, dass die Inselgruppe in früheren Zeiten von Piraten bevölkert war, die hier zum einen Schutz suchten und zum anderen ihre Stützpunkte in sicherer Umgebung aufbauten. Robert Louis Stevenson soll sich durch seine Erlebnisse in dieser Inselregion zu seinem Roman "Die Schatzinsel" inspiriert gefühlt haben. Besucher können diesen bewegten Zeiten nun nachspüren und sich nebenbei an den weißen Sandstränden und im kristallklaren Wasser erholen.Auf Cayo Largo del Sur lassen sich zudem eine ganze Reihe an Wildtieren beobachten.

Südlich der Hauptinsel liegen die Isla de la Juventud, die "Jugendinsel" und die Cayo Largo del Sur, also "lange Insel", die beide zum kubanischen Canarreos-Archipel gehören. Wenn euch insgesamt eher nach Erholung und Seele baumeln lassen ist, habt ihr auf den Kuba vorgelagerten Inseln generell die Qual der Wahl. Es gibt an jeder Ecke Traumstrände, die allerdings hin und wieder etwas überbevölkert sind, da auch die Einheimischen gerne ins kühle Nass springen, um sich abzukühlen. Am ruhigsten und sicherlich auch am schönsten sind die naturbelassenen Stränden auf den Inseln Cayo Cantiles, Ávalos, Ciriales, Ciprey, Campos Rosario, El Rosario und Ron. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen 24 und 28 Grad.




Wandern in fremder Natur


Bedingt durch das tropische Klima verfügt Kuba über eine reiche Flora und Fauna, die der unseren sehr fremd, dabei aber unglaublich sehenswert, sind. Die Temperaturen auf Kuba liegen ganzjährig knapp über 32 Grad. Die Regenzeit zwischen Mai und Oktober sorgt für die notwendige Feuchtigkeit, um Pflanzen vielfältig gedeihen zu lassen. Auf dem Weg zum Pico Turquino, dem mit einer Höhe von 1974 Metern höchsten Berg Kubas, könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen. Ihr durchwandert unterschiedliche Vegetationsstufen, beginnend mit immergrünen Wäldern, über Bergwälder mit unterschiedlichsten Baumfarnen, bis hinauf in Nadelholzwälder, wo die Kiefer vorherrschend ist.
Kuba ist auch reich an Kalkstein. Durch Erosion entstanden Höhlen, die sich zuweilen zu ausladenden Höhlensystemen auswuchsen. Im Valle de Viñales könnt ihr Höhlen besichtigen, die innen von kubanischen Künstlern bemalt wurden. Ein weiteres Highlight ist das Mural de la Prehistoria, das 1961 vom mexikanischen Künstler Leovigildo González Morillo auf einem Kalkfelsen geschaffen wurde. Es handelt sich um ein 120 Meter hohes und 180 Meter breites Gemälde, dessen Farbglanz unvergleichlich ist. Regelmäßig werden die Konturen und Farben aufgefrischt, da sie in der Regenzeit verwaschen werden.

Spektakulär ist der Nationalpark Topes de Collantes, der mit zwei gut erschlossenen Wanderwegen Bewegungsfreudige anzieht. Auf einem der Wege passiert ihr Eukalyptus- und Kiefernwälder sowie einige Höhlen. Der andere führt über die Höhle La Batata zur Hacienda Codina mit Orchideen- und Bambusgärten. Beide Wanderwege führen euch außerdem an atemberaubenden tropischen Wasserfällen vorbei.


Essen und Trinken auf Kuba: mehr als nur Nahrungsaufnahme


Kuba steht neben einer gigantischen Natur und karibischem Lebensgefühl vor allem auch für Genuss. Die Kubaner sind lebensfroh. Das bedeutet, dass sie gerne feiern und dazu gehören gutes Essen und geistreiche Getränke. Die kubanische Küche beinhaltet Elemente spanischer und karibischer Traditionen, gepaart mit einigen afrikanischen Einflüssen. Zu fast jedem Gericht werden Reis und Bohnen gereicht, doch das ist weit weniger langweilig, als es klingt. Denn schmackhaft werden alle Zutaten durch ausgeklügelte Gewürzmischungen, die auf der Insel einzigartig sind.

Wenn ihr wissen wollt wie Einheimische essen, dann solltet ihr in einem der privaten Paladares, also einem der Wohnzimmer-Restaurants einkehren. Hier kocht man Hausmannskost, wie etwa Yucca Con Mojo. Das ist Maniok mit Zwiebeln, Knoblauch und Limettensaft. Oder ihr genießt Tostones: doppelt frittierte, grüne Kochbananen mit Knoblauch und grobem Salz. Getrunken werden dazu gerne frische Milchshakes. Und natürlich trinkt man zu jeder Tages- und Nachtzeit gerne Cocktails. Besonders zu empfehlen sind alle Cocktails, die den hier angebauten Rohrzucker enthalten, wie zum Beispiel Mojitos und Daiquiris