Urlaub Teneriffa

„Jenseits von Afrika“

zwischen Atlantik und alpinen Höhen, erschließen sich dem Besucher großartige Landschaften von erstaunlicher Vielfalt. Tolle Strände, schroffe Küsten, karges Ödland und weltvergessene Dörfer. Über allem thront „Väterchen Teide“ – ein Vulkan inmitten bizarrer Lavameere. Teneriffa, die größte der sieben „Inseln des ewigen Frühlings“, begeistert durch Kontraste.

Auf relativ kleinem Raum bietet Teneriffa grandiose Landschaften wie aus dem Bilderbuch.
Das Meer schimmert türkisblau, und für das Touristenwohl ist mit allen Annehmlichkeiten gesorgt. Insgesamt warten mehr als fünfzig Strände auf die Besucher der Kanareninsel. Dabei beginnt hinter der Kulisse von Strand und Liegestühlen, von Hotelanlagen und belebten Ausflugszielen eine andere Welt.
Teneriffa – vulkanischer Zauber aus Wind, Wasser und Licht

Ein Bild wie gemalt: 

Schon aus der Ferne weist er den Weg zur Insel: der König der Vulkane, Pico del Teide. Von der Welt darunter, trennt ihn oft eine dichte Wolkendecke. Wenn Spaniens Gipfel majestätisch auf die Insel und die heranziehenden Passatwolken herabschaut, zeigt sie sich von ihrer besten Seite: 3718 Meter ragt das Wahrzeichen der Kanaren aus dem Meer. Damit ist der Teide der dritthöchste Inselvulkan der Erde und 756 Meter höher als die Zugspitze. Ein Besuch des Weltnaturerbes ist ein Muss. Keine Sorge: Man gelangt bequem mit der Seilbahn bis fast nach ganz oben.

Schon Homer pries die Kanaren als die „Inseln der Glückseligen“. Wer möchte daran zweifeln? Aus Wasser und Feuer geboren, ein Pflanzenparadies, eine Insel der Fiestas, ein klassisches Ganzjahresziel, ein Ziel für Pauschalurlauber und Individualisten – von trubelig bis beschaulich, Teneriffa ist die Insel des ewigen Frühlings: facettenreich, mit wundersamer Flora, Vulkanlandschaften und schmucken Altstädten.

Wo alles begann… In Teneriffas Norden wurde der Tourismus auf den Kanaren erfunden. Der grüne Norden wird von Weinbergen und weitläufigen Bananenplantagen geprägt. Nicht wegzudenken: Drachenbaum und kanarische Palme. Eines der landschaftlichen Highlights dieser Region ist der Barranco de Masca nahe der gleichnamigen Ortschaft. Schon bald lockt Puerto de la Cruz am Ausgang des fruchtbaren Orotavatals. Die größte Ferienstadt des Nordens bietet sich für Ausflüge in das Teno-Massiv im Nordwesten und in die beschaulichen Landstädtchen der Umgebung an. Dabei sind die Casa de los Balcónes in La Orotava eine Augenweide. Andere genießen die Schönheiten im äußersten Nordwestzipfel, wie die Gassen von Masca, den Drachenbaum von Icod und Garachico mit seinen Naturschwimmbädern.
Zwischen Trubel und Einsamkeit – urbanes Flair vor Bergkulisse

In den beiden Großstädten Santa Cruz und La Laguna bündelt sich der urbane Lebensstil der Insel.

Santa Cruz – chic, urban und trendy: Die Hauptstadt Teneriffas zieht sich in weiten Terrassen die zackigen Berge hinauf. Koloniales Flair paart sich mit avantgardistischer Architektur. In der Inselmetropole prallen die Gegensätze zwischen Alt und Neu mit aller Wucht aufeinander. Blickfang Auditorio: Der imposante Bau von Stararchitekt Santiago Calatrava wurde zum neuen Wahrzeichen von Teneriffa. Abends steigt der Pulsschlag der Stadt deutlich an, und man trifft sich in der Calle La Noria.

La Laguna begeistert indes mit buntem studentischem Treiben und einer bezaubernden Altstadt. Bequem verbindet eine Straßenbahn die neue Inselmetropole mit der alten Hauptstadt La Laguna. Die ein Stück inseleinwärts gelegene Schwesterstadt war bis in das 18. Jahrhundert Inselhauptstadt und präsentiert sich bis heute wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch. 

Mehr als 40 historische Gebäude sind in der Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen. Zauberhaft: In begrünten Innenhöfen plätschert mancherorts ein Brunnen. Während eines Bummels durch die beschauliche Fußgängermeile gibt es viele hübsche Details zu entdecken.
Im Inselsüden schieben Ausläufer des Passats ihre mächtigen Schleier vor die Sonne. Leicht ist es nicht, dieser Region Charme abzugewinnen. Hier und da ein Schlafstädtchen, zersiedelte Ebenen – dürr und bleich zeigt sich das Land. Über allem steht die Luft, vom Staub der Erde durchsetzt. Noch vor 50 Jahren war der Küstenstrich bis auf ein paar winzige Fischerorte so gut wie menschenleer. Das Zauberwort dieser Region heißt Qualitätstourismus. Binnen weniger Jahre entstand ein ultramodernes Hotelviertel mit exklusiven Designerresorts, die auf den Kanaren, ja in ganz Spanien einzigartig sind.

Das schönste Dorf des Südens ist unbestritten Arico. Es liegt zwischen Granadilla und Güimar. Im Grunde besteht der verträumte Weiler nur aus einer Häuserzeile, dessen Türen und Fenster grün gestrichen sind.


Tipp: Nicht nur Hotelgäste profitieren von den großartigen Wellness-Tempeln im Süden der Insel. Viele Nobelhotels werben mit Spa und Thalasso. Besonders beliebt sind die Anlagen im Mare Nostrum Resort, im Grand Hotel El Mirador, in Abama und im Gran Tacande. Andere zieht es in die Spa-Oase des Bergdorfs Vilaflor im südlichen Bergland. Wer das außergewöhnliche Ambiente bevorzugt, verweilt indes im nördlichen Puerto de la Cruz und genießt im Hotel Botánico ein asiatisch inspiriertes Spa.

Zur rechten Zeit an den richtigen Ort – Unvergessliches erleben
Magische Momente bieten sich während des Faulenzens an der Playa de las Teresitas bei San Andrés oder auf Augenhöhe mit den Walen. Teneriffa liegt an tiefen Ozeangräben, was eine erstaunlich artenreiche Meeresfauna anlockt. Windsurfer tummeln sich indes an der Ostküste vor El Médano und finden dort exzellente Bedingungen vor.
Andere genießen ihren magischen Moment von der Ferienstadt Los Gigantes aus und schauen auf die gleichnamige Felswand – der Blick ist atemberaubend!
Wer dem Trubel ein Schnippchen schlagen möchte, besucht in der Früh die imposante Schlucht von Masca – bereits nach wenigen Minuten ist der Lärm der Welt vergessen.

Der Riese aus dem Meer
Ein Ausflug in den Teide-Nationalpark ist schlichtweg überwältigend. Teide, nur eine dichte Wolkendecke trennt ihn von der Welt darunter. Von weit oben herrscht er über einer ozeanisch-vulkanischen Mondlandschaft. Immer hat er die Menschen beeindruckt, aber auch geängstigt. Noch 1909 gab es einen Ausbruch am Nordhang. An klaren Tagen ragt er meist aus dem Wolkenmeer heraus und ist sogar über La Gomera zu erkennen. Spielend kann er es mit so manchem Alpengipfel aufnehmen – doch ewiger Schnee ist ein Fremdwort. Lediglich im Winter adelt ein Ausflug von Weiß seinen Gipfel.
Ein „hingeworfenes“ Gebirge – Spielplatz von Wind, Form und Farben: Der Teide-Nationalpark trägt die Handschrift der vulkanischen Kräfte, welche die Kanarischen Inseln aus dem Meer heraufbrechen ließen. Erst vom Gipfel begreift man die spektakuläre Landschaft so richtig.

Top Ziele/Highlights – Was muss ich gesehen haben?
La Orotava: Schon Alexander von Humboldt konnte sich dem Charme der Altstadtgassen nicht entziehen.
Parce National del Teide: Gipfelglück – mit der Seilbahn geht es 3550 Meter weit hoch.
La Laguna: ein Bummel durch die Altstadt des Weltkulturerbes erinnert an die koloniale Geschichte der Insel.
San Andres: Der Playa de las Teresitas ist Teneriffas schönster Palmenstrand und stillt die Sehnsucht nach Sonne und Meer.
Loro Parce: Der faszinierende Freizeitpark beherbergt Themen-und Wasserparks und einen wunderschönen botanischen Garten. Absolutes Highlight für kleine und große Besucher.
Montanas de Anaga: Das Wanderparadies begeistert mit tollen Aussichtspunkten, urwüchsigem Lorbeerwald und abgeschiedenen Bergdörfern.
Icod de los Vinos: Neben der Pfarrkirche mit einem zentnerschweren Silberkreuz, ist ein riesiger Drachenbaum Anziehungspunkt in dem hübschen Weinstädtchen.
Kleine Pause! Kulinarische Offenbarungen und verlockende Resorts

Echt kanarisch soll es sein! Feinschmecker haben es nicht immer ganz leicht auf Teneriffa. Jedoch ist das kanarische „Nationalgericht“ vom Restaurante Pancho an der Playa de la Arena in aller Munde. Der auf einer heißen Platte gebratene Fisch, serviert zusammen mit Runzelkartoffeln und einer grünen Mojo-Soße schmeckt nun mal am besten dicht am Wasser.
Von wegen gesichtslose Bettenburgen! Nicht nur das gastronomische Angebot überzeugt, auch die zahlreichen Luxushotels begeistern mit verlockenden Details.
Dem Himmel so nah: Auf Teneriffa scheint das Universum zum Greifen nahe. Gute Standorte, um die Sterne funkeln zu sehen, findet man auf der Insel viele. Wer das Besondere sucht, mietet sich weit oben im Berghotel Parador ein. Hier gibt es so gut wie keine Lichtverschmutzung. Auf etwa 2200 Meter Höhe ist der Himmel in der Nacht fast immer klar. Wie klein man sich vor dem großen Himmelszelt vorkommt – Gänsehaut-Feeling pur.

Tipp zur besten Reisezeit
Sonne satt! Ganz ohne Frage sind die Kanaren vom Klima begünstigt. Hier kann man das ganze Jahr baden. Im Süden und Südwesten Teneriffas freuen sich die Besucher auf helle Sandstrände. Die Wassertemperatur fällt im Winter zwar unter zwanzig Grad, die Luft ist aber meist deutlich wärmer. Der kühle Kanarenstrom und die beständige Passatströmung bescheren der Insel das ganze Jahr über angenehme Temperaturen. Ohne sie wäre es hier so heiß wie in Südmarokko auf demselben Breitengrad.
Fest steht: Das Gros der Teneriffa Urlauber fühlt wie einst der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt. Er schrieb 1799: „ Ich verlasse Teneriffa fast mit Tränen in den Augen. Am liebsten würde ich ständig hier leben.“ Eine Insel der Glückseligen, des ewigen Frühlings, ein Kontinent im Kleinformat und die Badewanne Europas – alles Beinamen der kanarischen Insel, von poetisch bis ironisch und alle zutreffend.